Lisa hat eine neue Liebe. Sie heißt Susi. Babsi ist verknallt. In den Nick. David und Tim sind zusammen. Und sehr glücklich. Ist doch total normal!
Für mehr Sichtbarkeit für lesbische, schwule und bisexuelle Jugendliche sowie mehr Offenheit der heterosexuellen Jugendlichen gegenüber ihren AltersgenossInnen starten die Grünen andersrum die Kampagne „Total Normal“. Sie soll vor allem Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren in allen Bundesländern ansprechen.
das find ich total normal!
März 20, 2008Pisa, die dritte
Dezember 5, 2007Über Rankings, deren Interpretation und die ÖVP auf der Suche nach Schuldigen.
Die Ergebnisse der PISA Studie 2006 liegen nun vor. Rankings sind die eine Sache – die weitaus aussagekräftigere ist jedoch die Interpretation der Daten und was wir daraus Lernen.
Die aktuellen Pisa Ergebnisse lassen sich für Österreich mit einem Wort ziemlich treffend beschreiben: unverändert – denn die Positionen Österreichs in den einzelnen Rankings (die drei Kompetenzbereiche waren Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften) entspricht jenen von Pisa 2003. Der Teufel steckt jedoch im Detail…
Schule mit Risikofaktor
Fast jedeR dritte Jugendliche in Österreich (15-16 Jahre) gehört in mindestens einem der getesteten Kompetenzbereiche zu den besonders Leistungsschwachen. Aus der Pisa-Studie: JedeR fünfte österreichische SchülerIn habe derart schwache Leseleistungen, „dass dadurch das private und gesellschaftliche Leben beeinträchtigt werden kann“.
Eine weitere signifikante Erkenntnis: Bei Kindern mit Migrationshintergrund gelingt die schulische Förderung schlecht. Kinder der so genannten „2. Generation“ (bereits in Österreich geboren) weisen noch dazu eine noch schlechtere Leseleistung als jene der „1. Generation“ auf. Auch der sozioökonomische Hintergrund („das Elternhaus“) hat gewaltigen Einfluss auf das Abschneiden der SchülerInnen, unser Bildungssystem gleicht also familiäre Einflüsse, Herkunft und Geschlechterdifferenzen nicht aus, sondern zementiert sie!
Die Suche nach den Schuldigen
Fritz Neugebauer (ÖVP-Bildungssprecher) hat hier schon einen heißen Tipp: „Ob man drei Plätze rauf oder runter geht, hängt auch von Dingen ab wie: Art der Fragestellung, wie viele behinderte Schüler haben teilgenommen“, sagte er in einem Standard-Interview. Diese „Dinge“ lassen sich relativ schnell offen legen: Ganze 19 (neunzehn!) Jugendliche aus Sonderschulen haben am Pisa-Test teilgenommen – von insgesamt 4927 getesteten. Tja, wäre ja auch zu einfach, eine desaströse Gehrer-Bildungspolitik und ein gravierend selektives Schulsystem für das mittelklassige Abschneiden verantwortlich zu machen. – oder?!?
Was wir eigentlich schon lange wissen
Rankings sind die eine Sache, viel wichtiger sind jedoch die Schlüsse die wir ziehen müssen. Österreichs Schulsystem selektiert stark nach sozioökonomischen Faktoren, was besonders durch die frühe Trennung in Hauptschule und Gymnasien drastische Auswirkungen mit sich bringt. (Österreich ist übrigens – neben Deutschland – das einzige OECD-Land, in dem Kinder schon mit zehn Jahren auf verschiedene Bildungswege verteilt werden).
„Elternhaus beeinflusst Schulleistung“, „starke Geschlechterdifferenz“, „MigrantInnen stark benachteiligt“,… Das sind Alarmsignale, die gehört werden müssen. Und gerade an diesem Punkt sprechen sich einige ÖVP-PolitikerInnen für den Ausstieg aus dem Pisa-Prozess aus – Stimmen, die bei einem besseren Ergebnis sicher nicht so laut gewesen wären.
Die Probleme und Lösungen sind bekannt, alleine an der Umsetzung letzterer fehlt es. Wann, wenn nicht jetzt?
Verfasst von peterkraus
Verfasst von peterkraus 



